Männer
02.07.17 Alter: 2 Jahre


Männerriege Velotour 2017

Kategorie: Männer
Von: Karl Sidler

 

 

 

Männerriege TSV 2001 Rotkreuz

 Velotour 2017   

Annecy Savoyen – Toulon – Riviera dei Fiori 

 

 

 

 


André Müller, Seppi Vogel, Hugo Weibel, Xaveri Brunner, Werni Mendler, Alfons Abart                                  

 Willi Wandeler, Röbi Renggli, Franz Zihlmann, Markus Wyrsch, Kari Sidler                                                   

 

 

 

 

 

Nach der verregneten Tour vom Vorjahr fuhren wir am Pfingstmontag mit geladenem Velo/Gepäckanhänger via Fribourg-Aigle- und Ostufer des Genfersees erwartungsvoll nach St Jorioz am Lac d’Annecy. Ab Start Richtung Toulon östlich und westlich der Hauptachse sollten wir unser Tourenziel in Italien auf Nebenstrassen erreichen, was uns meist gelang.

Beim Aufwachen am Dienstag liess uns ein Plätschern nichts Gutes erahnen - muss wohl so sein, Start zur Etappe 1 im Regen. Doch nach einem verlängerten Mittagessen verkürzten sich unsere langen Gesichter wieder, denn Besserung nahte. So gelangten wir in einem Seitental der Isère nach Allevard les Bains, ein typisches Badehotel aus „besseren“ Zeiten war unsere Logis. Thema Wetter - es blieb nun einfach sonnig. Via das Isère-Tal gelangten wir an den Fluss Drac, Stauseen folgten sich und die 220 m lange extra für Wanderer gebaute Passerelle ca 50 m über dem See übersahen wir fast. Das Hotel in La Mure mit gedecktem Schwimmbädli, gut beim kalt herrschenden Wind, empfing uns nach dem strengen Tag. Die Abfahrt in das Tal des Drac musste mit einer entsprechenden Bergfahrt kompensiert werden, über ein Hochplateau erreichten wir den Col du Festre, dann eine rasante Abfahrt nach Montmaur und gleich rauf auf den Col d’Espréaux mit wiederholenden Bike-Informationen über km und Höhenmeter. Doch kein Durchkommen für unsern Bus, zu schmal ist der Weg, zum Glück  vorher informiert, und so umfuhr unser Chauffeur den Hügelzug und traf uns im Tal der Durance wieder. Die imposante Stadt Sisteron, in einer Talenge, besuchten wir radelnd am nächsten Morgen und durch eine Schlaufe West/Süd genossen wir Landschaften, so natürlich wie’s bei uns früher war. Noch einen kleinen Sattel, den Col de la Mort d’Imbert (hier soll dieser Graf ermordet worden sein anno 1163). Unter dem Gebiet werden riesige Öl- und Gasvorräte gelagert, entsprechend den Warntafeln über Verhalten bei Sirenengeheul. Das Schwimmbad unseres Hotels in Manosque verspricht Kühlung, wie auch der Champagner, am Pool serviert. Auf dem Weg nach Solliès Pont haben wir vor die Durance auf dem Staudamm zu überqueren, den Velo-Karten zuviel vertraut, d.h. kein Durchgang, daher  15 km Umweg, was soll’s, es sind ja heute nur 115 angesagt. Leider bekamen wir nun den Wochenendverkehr zu spüren, immer kann man nicht auf Nebenstrassen ausweichen. Erholung im Sprudelbad machte uns wieder munter. Sonntagmorgens ging’s wieder ruhiger zu, Toulon durchquerten wir auf Radwegen, dann die Corniches rauf und runter bis zur Halbinsel Gien, auf der zurzeit fast keine Flamingos im Brackwasser rumstolzieren. Via Hyères und das Weinbaugebiet La Londe des Maures trafen wir in Le Lavandou im Hotel direkt am Meer ein. Für ein gutes Abendessen nahmen wir noch 30 Min Marsch nach St Clair auf einem Klippenweg in Kauf. Montag, endlich ein „Ruhetag“, das tägliche Packen fiel weg, trotzdem wagten wir den steilen Aufstieg nach Bormes les Mimosas, um auf 400 m Höhe die 20 km lange Route Forestière des Crêtes mit grandioser Aussicht auf das Mittelmeer zu geniessen. Weiter - nun folgten wir natürlich der Küste, St Tropez hat seinen Charme behalten, dann imposant das rote Gebirge des Esterel, Übernachtung in einem „Romantik-Hotel“ (aufgepasst, da ist viel morsch) in Le Trayas, wo anderntags das französische Fernsehen sich geschäftig für eine TV-Soap installierte. Wir schlängelten uns leider durch -zig Baustellen von Cannes, Nizza und Monaco, für die High Society muss vor Beginn der Saison alles bereit sein, nach Ventimiglia.  Den letzten Tag auf dem Sattel genossen wir, nur 50 km, alles flach, davon 24 km auf der Pista ciclabile (ehemalig Bahntrassee) von San Remo bis San Lorenzo al Mare und unserm Verladeziel in San Bartolomeo al Mare. Wir übernachteten in Gavi, nicht nur des Weines wegen. Unsere Chauffeure lieferten uns nach 12 Tagen am Freitag, trotz kleineren Staus auf der Autobahn, ziemlich pünktlich in Rotkreuz wieder ab.

 

                                                                                                                                       22.06.2017 André Müller

 

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